Projekt "Humanitäre Schule"
Das Projekt "Humanitäre Schule" wurde vom Jugendrotkreuz entwickelt, um jungen Menschen die Errungenschaften der Genfer Konvention näher zu bringen. Im Mittelpunkt der Kampagne steht das Planspiel "Outface". In einem Wochenendseminar wurden drei Scouts (Mädchen unserer Schule) unterwiesen, um dann "Outface" am Wernher-von-Braun-Gymnasium selbständig durchführen zu können. 19 Schülerinnen und Schüler folgten dann dem Aufruf zur Teilnahme und begaben sich, in Begleitung von Frau und Herrn Hagele, nach Dinkelscherben und widmeten sich dort zwei Tage dem Thema Humanität. Bei dem Planspiel ging es um einen Grenzkonflikt zweier Länder in Afrika und der damit verbundenen wirtschaftlichen Nutzung eines Küstenstreifens. Die Schülerinnen und Schüler schlüpften in die Rolle der beiden Konfliktparteien sowie weiterer wichtiger internationaler Partner, z.B. der Delegierten des Internationalen Roten Kreuzes, der Sozialbeauftragten für Kinderschutz und der Delegation Deutschlands. Auch die Presse spielte eine wichtige Rolle. Alle Parteien entwickelten eigene Strategien zur Lösung des Konflikts. In einer Abschlusskonferenz wurde die Lösung vorgestellt und hinsichtlich ihrer Durchführung diskutiert. Die SchülerInnen konnten auf diese Weise erfahren, wie schwierig es ist, den verschiedenen Interessen gerecht zu werden und zu einer Lösung zu kommen, die alle befriedigt.
Als nächstes folgte ein praktisches humanitäres Projekt an unserer Schule. Ausgewählt dafür wurde das Projekt "Hayag" (das bedeutet Licht). Es ist ein Haus in Cebu City (auf der Insel Cebu/Philippinen), das Mädchen aus Familien mit vielschichtigen sozialen Problemen unterstützt, d. h. ihnen ein Zuhause bietet, mit der Möglichkeit eines Schulabschlusses. Es wurde gegründet von zwei jungen deutschen Frauen, die dort ein Jahr lebten. Die Familie Hagele hat von diesem Projekt über ihren Sohn erfahren, der dort auch ein Jahr mit gearbeitet hat, und bei einem Besuch in Cebu persönlich kennen gelernt. Durch Brot- und Kuchenbacken sowie Catering für Feste beteiligen sich die Mädchen, die von einer Hausmutter betreut werden, an dem wirtschaftlichen Auskommen. Schulgeld, Kleidung und Nahrung müssen aber trotz dieses eigenen Engagements durch Spenden unterstützt werden. Durch Bücherflohmärkte und weitere Aktionen wurde dieses Projekt von unserer Schule unterstützt. Im kommenden Schuljahr ist in diesem Zusammenhang eine Theateraufführung "Die Knastkinder" geplant, die die Situation der Jugendlichen in Cebu und in den Jugendgefängnissen auf den gesamten Philippinen (20.000 Jugendliche!) zum Thema hat. Am 9. Juli wurden alle teilnehmenden Schulen von Schwaben in einer Schlussveranstaltung in Augsburg als "Humanitäre Schule" zertifiziert. A. Hagele |
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